Zweite Mannschaft - 3. Liga

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Von der Premierensaison zur Bestätigung

Nach einer sensationellen Premierensaison in der 3. Bundesliga Süd steht der TVB 2 vor der nächsten großen Aufgabe: die Leistung der letzten Spielzeit zu bestätigen oder die Vorsaison sogar zu übertreffen.

Dass die erste Saison in der dritthöchsten Spielklasse für die Bittenfelder kaum besser hätte laufen können, ist keine Übertreibung. Unter der Führung von Trainerduo Alexander Heib und Michael Rill präsentierte sich das Team fast durchgehend auf Augenhöhe mit den Gegnern egal, ob gegen etablierte Teams oder vermeintliche Überflieger.

Nur wenige Ausrutscher trübten das Bild einer ansonsten stabilen Vorrunde, in der die „WILD BOYS“ bereits zur Winterpause 15 Punkte auf dem Konto hatten. „Es hätten sicher 3–4 Punkte mehr sein können, abervwir müssen realistisch bleiben: 15 Punkte sind in dieser Liga kein Selbstläufer“, betonte Cheftrainer Heib in der Winterpause – und warnte damit früh vor dervGefahr, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Das Jahr 2025 wird den Spielern, Fans und Verantwortlichen des TVB 2 lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen des ersehnten Aufstiegs, sondern auch wegen der konstant starken Leistungen in der 3. Liga Süd, die selbst ohne externe Neuzugänge möglich waren. Ein Erfolg, der keineswegs selbst-verständlich war.

Dass der TVB 2 auch in der neuen Saison auf den eigenen Nachwuchs setzt, ist kein Zufall, sondern konsequente Philosophie. Mit Lian Eckert kommt ein absolutes Toptalent aus der eigenen Jugend fest ins Team – ein vielseitiger Rückraumspieler, der alles mitbringt, was ein modernes Handballteam braucht. Doch er ist nicht der Einzige: Auch Samuel Kynast, Stefan Schwaderer, Mika Schweikardt, Can Akkoc und Ivan Duganzic, der bereits in der Vorsaison überzeugte, werden den Sprung vaus der U19 wagen und das Team immer wieder verstärken.

Eine Ära geht zu Ende – und hinterlässt eine schwer zu schließende Lücke. Michael „Sco“ Seiz, die TVB-Legende, hat im Mai seine Karriere beendet. Vor allem seine sichere Hand bei Siebenmetern wird dem Team fehlen. „Einen adäquaten Ersatz zu finden, wird alles andere als einfach“, weiß das Trainerteam. Doch die Bittenfelder haben schon oft bewiesen, dass sie Schwächen in Stärken verwandeln können.

Seit dem 29. Juni läuft das Training wieder auf Hochtouren – und die Vorfreude auf den Saisonstart ist groß. Am 30. August geht es zum Auftakt in die Fremde, gegen die Bundesliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen. Doch schon eine Woche später, am 5. September um 19:30 Uhr, folgt das erste Heimspiel – und gleich ein Derby! Gegen den TSV Neuhausen/Fildern können die Fans in der Bittenfelder Gemeindehalle wieder für Stimmung sorgen.

Doch Vorsicht: „Die zweite Saison ist immer die schwierigere“, warnt das Trainerteam – und hat damit nicht Unrecht. Erfolge machen selbstzufrieden, Erwartungen steigen, Gegner analysieren Schwächen. Trainer Heib fordert daher mehr Konstanz, Disziplin und vor allem ein präziseres Angriffsspiel. „Wir dürfen uns nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern müssen uns weiterentwickeln – Woche für Woche.“ Die Herausforderung ist klar: Nicht nur den Klassenerhalt sichern, sondern den nächsten Schritt gehen. Die Fans können sich auf eine spannende Saison freuen.